DGB Region Dresden - Oberelbe
 



"KURS HALTEN! GLEICHSTELLUNG"

DGB-Frauentagsveranstaltung in Glauchau

„KURS HALTEN! GLEICHSTELLUNG“ unter diesem Motto führt der DGB-Bezirksfrauenausschuss Sachsen gemeinsam mit der DGB-Region Südwestsachsen im Jahr 2010 am Montag, 8.März, in der Sachsenlandhalle in Glauchau, von 10.00 bis 14.00 Uhr eine zentrale sächsische Frauentagsveranstaltung durch.

Auch in Sachsen hat die Agendapolitik zu erheblichen Verwerfungen am Arbeitsmarkt geführt. Immer mehr Frauen sind berufstätig, oft zu niedrigsten Löhnen, in unfreiwilliger Teilzeit, befristet oder in Minijobs. In Sachsen sind 66 Prozent der erwerbstätigen Frauen vollzeitbeschäftigt, wobei 77 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten Frauen sind. „Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Einkommen der Frauen für die Familien, denn prekäre Beschäftigung und Arbeitslosigkeit betreffen immer mehr auch Männer“, so die sächsische DGB-Bezirksvorsitzende Iris Kloppich.

Die Gleichstellung der Geschlechter in Wirtschaft und Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft muss weiter Aufgabe bleiben. Dazu werden in der Veranstaltung u.a. auch Hannelore Buls, Fachbereichsleiterin Frauen- und Gleichstellung der ver.di-Bundesverwaltung sowie die stellv. Vorsitzende des DGB-Bayern a.D., Heide Langguth, sprechen. Darum gilt vor allem jetzt: „KURS HALTEN! GLEICHSTELLUNG“

Diese Stadt hat Nazis satt - Dresden protestiert!

Naziaufmarsch in Dresden am friedlichen Widerstand gescheitert  

 

Der DGB Sachsen begrüßt die umfangreichen Proteste gegen den von der JLO geauf dem alötmarkt Dresdenplanten Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 in Dresden. Durch die massenhaften Proteste ist es in eindrucksvoller Weise gelungen deutlich zu machen, dass diese Stadt Nazis jetzt wirklich satt hat. Den Neonazis gelang kein neuerlicher Marsch durch die sächsische Landeshauptstadt. Viele Tausende Bürgerinnen und Bürger und ihre Gäste haben damit einen außerordentlichen Erfolg für die Demokratie errungen.

 

DGB Landesvorsitzende Iris Kloppich schätzt die Proteste in diesem Jahr in einer ersten Stellungnahme als gelungen ein. „Die Bürgerinnen und Bürger haben zuAlbertplatz Tausenden an der Menschenkette in der Innenstadt und an den Blockadepunkten ihrem demokratischen Willen Ausdruck verliehen. Das in diesem Jahr sich alle demokratischen Organisationen an den verschiedenen Protesten beteiligt haben, ist ein wichtiger Erfolg. “

 

Bereits am frühen Morgen standen Demonstranten an verschiedenen Punkten der Dresdner Neustadt. An den friedlichen Protesten beteiligten sich eine große Anzahl an Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern. Kloppich:  „Dafür danke ich allen Beteiligten.“

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Protestdemo Albertplatz Dresden und Trauerkundgebung

DGB Bezirksvorsitzende Kloppich spricht auf dem Albertplatz

DGB ehrt die Opfer mit Weißen Rosen auf dem Heidefriedhof    

 

Die DGB Bezirksvorsitzende Iris Kloppich sprach am Sonnabend Vormittag auf der Kundgebung des Bündnis Dresden Nazifrei auf dem Albertplatz in der Dresdner Neustadt. Dort hatten sich bereits ab 9.00 Uhr zahlreiche Demonstranten eingetroffen, um gegen den in unmittelbare Nähe geplanten Naziaufmarsch zu protestieren.

 

„Wir dulden keine alten und neuen Nazis in unseren Städten und Gemeinden. Die Ewiggestrigen haben hier heute in Dresden nichts zu suchen. Die Gewerkschaften unterstützen die gewaltfreien Proteste und kreativen Formen des Widerstandes der Zivilgesellschaft und freuen sich über die große Teilnahme“, erklärte Kloppich am Rande der Demonstration.    

 

Auf dem Dresdner Heidefriedhof fand um 11.00 Uhr die traditionelle Trauerkundgebung der Stadt unter Beteiligung des DGB statt. DGB Regionsvorsitzender Hron legte gemeinsam mit Vertretern der demokratischen Parteien und der Jüdischen Gemeinden in Sachsen Kränze für die Kriegsopfer nieder.

Gewerkschaften erinnern an Opfer und Mahnen zum Handeln

DGB Bezirksvorsitzende Kloppich zur Beteiligung 13. Febraur

 

DGB Bezirksvorsitzende Iris Klopich hat am Morgen des 13. Februar noch einmal dazu aufgerufen, in würdiger Weise den 13. Februar zu begehen. Die Zerstörung de r Stadt Dresden vor 65 Jahren war Ergebnis eines verbream 11.2.2010 vor den aktionen 2010cherischen Krieges, der vom deutschen Boden ausging. Wir müssen heute alles dafür tun, dass Rechtsradikale die Trauer für Ihre Zwecke nicht mißbrauchen. Gewerkschafter werden heute ebenso wie viele Menschen über die Opfer des Krieges trauern und den alten und neuen Nazis entschieden entgegen treten. „Nationalistisches Gedankengut war die Ursache der Zerstörung. Krieg bringt immmer Leid über die Menschen. Die Aufmärsche von Neonazis sind eine Herausforderung für die Gesellschaft .“ 

 

Die Gewerkschaften haben dazu aufgerufen, sich an den friedlichen Protesten in Dresden zu beteiligen. Bereits in der Nacht reisten viele Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet an. Gemeinsam mit den Dresdner Bürgern werden sie sich an allen gewaltfreien Protesten beteiliegen. In den frühen Morgenstunden sammeln sich an verschiedenen Orten der Stadt Demonstranten. Für 13.00 Uhr ist die Menschenkette „Erinnern und Handeln“ vorgesehen, an denen sich zahlreiche Gewerkschafter beteiligen werden. „Die Aufmärsche von Nazis müssen endlich der Vergangenheit angehören. Dazu ist Solidarität und Zivilcourage gefragt. Und die Überwindung der Spaltung der Demokraten in Dresden.“ So Kloppich abschließend.   

Erinnern, Mahnen, Handeln!

Aktuelle Informationen zu den demokratischen Aktionen 13. Februar Dresden, Freitag, 12. Februar 2010, 16.30 Uhr

  

Am 13.2. jährt sich zum 65. Mal die Zerstörung Dresdens. Rechtsextreme nutzen das Jubiläum, um ihre Ideologie zu verbreiten. Am 11.2. hat das sächsische Oberverwaltungsgericht Bautzen den von der JLO angemeldeten Demonstrationszug in der Zeit von 12.00 bis 17.00 Uhr genehmigt. Die Neonazis mobilisieren für 12.00 Uhr für den Schlesischen Platz vor dem Neustädter Bahnhof. Allen juristischen Versuchen der Stadt Dresden, den Aufmarsch zu verbieten und maximal eine stationäre Versammlung zu genehmigen, sind gescheitert. Jetzt ist die Zivilgesellschaft gefragt.

 

Am 13.Februar 2010 werden verschiedene demokratische und friedliche Initiativen mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern und Gästen der Landeshauptstadt dem rechtsextremen Aufmarsch entgegentreten. Erstmalig haben sich alle demokratischen Parteien, Stadtratsfraktionen, politischen Organisationen, Sozialpartner, Sportvereine, Kirchen und zahlreichen weiteren Institutionen einer von der Oberbürgermeisterin initiierten Menschenkette „Erinnern und Handeln“ angeschlossen. Diese Veranstaltung beginnt um 13.00 Uhr vor dem Rathaus, Dr.-Külz-Ring in der Altstadt von Dresden.

 

Das Bündnis „Dresden Nazifrei“ organisiert den Protest in Sicht- und Hörweite des geplanten Naziaufmarsches. Dieses Bündnis wird von zahlreichen Organisationen und Prominenten unterstützt. Das Bündnis mobilisiert bereits ab 10.00 Uhr zu verschiedenen Anlaufstellen in der Stadt.

 

Vertreter demokratischer Organisationen haben sich nach der Verkündung der Gerichtsentscheidung zur Zulassung des Neonazi-Aufmarsches am Freitag auf folgende Eckpunkte zur Organisation der Proteste verständigt. Ziel ist ein koordiniertes Vorgehen gegen den JLO-Aufmarsch zu ermöglichen. Bei Wahrung der Eigenständigkeit der verschiedenen Initiativen wird ein koordiniertes Vorgehen für wichtig erachtet.

 

Alle Menschen müssen an den friedlichen und gewaltfreien Protesten gegen Nazis teilnehmen können. Jedem Versuch den gewaltfreien Widerstand in irgendeiner Form zu kriminalisieren, wird widersprochen.

 

 

1.   Wer sich auf der Altstädter Seite der Stadt Dresden befindet, kann sich ab 10.00 Uhr vor der Synagoge am Rathenauplatz treffen. Ziel ist es dann, auf die Neustädter Seite zum Albertplatz (ca. 2 km) zu gelangen.

 

  1. Auf der Neustädter Seite der Elbe wird als Anlaufpunkt der Albertplatz verabredet. Wer sich bereits auf der Neustädter Seite der Stadt Dresden befindet, sollte sich direkt zum Albertplatz begeben. Wegen der immer noch unklaren Rechtslage ist dort die Genehmigungssituation offen.

 

  1. In der Zeit von 13.00 bis 14.35 Uhr findet, ausgehend vom Rathaus auf der Petersburger Straße, dem Dr.-Külz-Ring, die Menschenkette „Erinnern und Handeln. Für mein Dresden.“ statt.

 

  1. Nach Beendigung der Menschenkette sammeln sich alle Interessierten an der Synagoge, am Ende der Petersburger Straße, Rathenauplatz.

 

  1. Ausgehend von der Synagoge Dresden (Rathenauplatz)  ist die Wahrnehmung des verfassungsrechtlich garantierten Demonstrationsrechts zum Albertplatz auf der Neustädter Seite vorgesehen. Je nach aktueller Demonstrationslage und juristischen Möglichkeiten wird in friedlicher und gewaltfreier Art und Weise dem Nazi-Aufmarsch entgegen getreten.

 

Wir bitten darum, sich fortlaufend auf dieser Internetseite

(www.dgb-dresden.de) und auf den Seiten www.dresden-nazifrei.com zu informieren.  

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Am Denkmal für die deportierten Juden in Dresden

Kranzniederlegung Neustädter Bahnhof Dresden

Das Kulturbüro Sachsen hat mit Vertretern von demokratischen Organisationen und Bürgerinnen und Bürgern eine Kranzniederlegung am Denkmal für die am 12.2. 2009deportierten Juden vorm Bahnhof Dresden Neustadt durchgeführt. Anwesend war auch die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Dresden. Anlass der Ehrung war die Genehmigung des Naziaufmarsches an diesem Ort am Folgetag.  Damit wollten die Anwesenden unterstreichen, dass der Naziaufmarsch an diesem für die Dresdner Geschichte so beladenen Ort nicht erwünscht ist. Von diesem Dresdner Bahnhof aus fuhren die Deportationszüge in die Vernichtungslager.

DGB Regionsvorsitzende Hron: "Tausende Nazis am Ausgangsort der Dredner Deportationslinie am Bahnhof Neustadt.  Dies ist für  Demokraten unerträglich! Wir Alle haben eine Verantwortung vor der Geschichte und vor allem vor unseren jüdischen Mitbürgern. Rechtsradikale sind hier, wie an jedem anderen Ort, unerwüscht!" 

Friedlich und Gewaltfrei am 13. Februar in Dresden

Gewerkschafterinnnen und Gewerkschafter Erinnern, Mahnen , Handeln 

  

"Die 'Weiße Rose' steht in Deutschland für den Widerstand gegen die Nazibarbarei. In den dunkelsten Jahren der Geschichte hat Mut zu zivilen Ungehorsam das Handeln von Menschen bestimmt, die erkannt haben, dass FaschismFlugblatt 13. Feb 2010us Verderben bedeutet. In dieser Tradition haben wir in Dresden die Pflicht, den Neonazis entgegen zu treten. Sie wollen die Trauer der Opfer missbrauchen. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter stehen an der Seite aller Bürger, die friedlich und gewaltfrei demokratische Traditionen verteidigen." (Iris Kloppich, DGB Bezirksvorsitzende Sachsen)

    

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter unterstützen in Dresden am 13.Februar alle Aktivitäten, die friedlich und gewaltfrei der Opfer erinnern und rechtsextremen Provokationen entgegentreten. Alte Nazis und neue Rechtsextreme missbrauchen das Leid der Menschen.

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"Die Leute erwachen endlich"
GEGENWEHR Der Naziaufmarsch hat die Dresdner vereint, glaubt der Aktivist Christian Demuth

 

INTERVIEW MICHAEL BARTSCH (aus der TAZ)

 

taz: Herr Demuth, in Dresden gab es vor dem 13. Februar stets kontroverse Diskussionen. Diesmal sind sich alle einig im Kampf gegen rechts?

 

Christian Demuth: Wir begrüßen den Wandel, wenn nun die CDU-Oberbürgermeisterin Helma Orosz und andere klar Front gegen Rechtsextremismus machen. Man lernt tatsächlich.

 

Wem ist das zu danken?

 

Da spielen gewiss die Erfahrungen des Vorjahres hinein, als sich die CDU zunächst dem "GehDenken" strikt verweigerte, die Bürgermeisterin in letzter Minute noch etwas machen wollte und die Aktion kläglich scheiterte. Seit mit der Ägypterin Marwa El Sherbini die Frau eines ausländischen Doktoranden in Dresden ermordet wurde, gibt es Betroffenheit, aber auch kalkulierte Sorge um den Ruf der Stadt, um ihr wissenschaftliches und ökonomisches Image. Nicht von ungefähr hat der Rektor der Uni die Menschenkette angemeldet. Jetzt werden Leute wach, die lange nichts unternommen haben.

 

Haben die Dresdner angesichts der Toten und der Zerstörungen nicht auch ein Recht auf stille Trauer?

 

Solange die Nazis nicht wegbleiben, genügt stille Trauer allein nicht.

Zudem muss man fragen, wer denn die Verantwortung dafür trägt, dass dieser Nazimarsch in den vergangenen 15 Jahren solche Ausmaße annehmen konnte.

 

Ausführliches Interview:

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DGB Bezirkskonferenz Sachsen in Chemnitz

scheidender DGB Chef Lucassen herzlich verabschiedet - Kloppich gewählt

Mit der dem Steigerlied und vielen herzlichen Dankesworten ist der scheidende Hanjo Lucassen als Vorsitzende des Dachverbandes der Gewerkschaften in Sachsen verabschiedet worden. Zuvor hatte er gemeinam mit Iris Kloppich den Geschäftsbericht mündlich ergänzt. Auf der in Chemnitz tagenden Konferenz hatte DGB Bundesvorsitzende Michael Sommer zuvor ein Referat zu den Delegierten gesprochen. Ministerpräsident Tillich und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Ludwig sprachen jeweils ein Grußwort.

Um 13.04 Uhr wurde das Ergebnis der Wahl der neuen Vorsitzenden verkündet. Iris Kloppich erhielt mit 81 von 96 gültigen Delegiertenstimmen ein sehr gutes Ergebnis und steht somit den Gewerkschaften mit knapp 300.000 Mitgliedern in Sachsen als neue Vorsitzende vor. Die 57jährige nahm die Wahl dankend an.

Am Nachmittag wurde Kollege Markus Schlimmbach zum stellvertretenden Vorsitzenden des DGB Sachsen gewählt. Der 44jährige leitete in den vergangenen 19 Jahren die Öffentlichkeitsarbeit un die Arbeitsmarktpolitik. Von 94 gültigen Stimmen erhielt mit 74 Ja Stimmen ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis.

Videobotschaft von K. Wecker und Abschaltung der Internetseite

Videobotschaft von Konstantin Wecker

 

Konstantin Wecker hat sich in einer Videobotschaft zu „Dresden nazifrei“-Durchsuchungen geäußert.  „Antifaschismus nicht dem Staat überlassen - Demokratie machen wir am besten selber“, Hier ein Artikel auf der Internetseite endstation-rechts  von Julian Barlen.  

 

Nach den polizeilichen Durchsuchungen im Umfeld des breiten Bündnisses „Dresden nazifrei!“ hat sich mit Konstantin Wecker nun ein prominenter Unterstützer per Videobotschaft zu Wort gemeldet und den Aufruf zum gewaltlosen Protest bekräftigt – auch nach Hausdurchsuchungen, möglichem Demoverbot und Festnahmen. YouTubeVideobotschaft: www.endstation-rechts.de

 

 

Zensur der Internetseite von Dresden Nazifrei

 

DGB Regionsvorsitzender von Dresden Oberes Elbtal Ralf Hron hat am Sonntag in Dresden gegen die Abschaltung der Internetseite des Bündnisses "Dresden Nazifrei" scharf protestiert. "Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass jetzt selbst zu Mitteln der Zensur gegriffen wird.  Da brennen wohl bei einigen Verantwortlichen die Sicherungen komplett durch. Zur Erinnerung: Seit Monaten wird über politische Internetzensur diskutiert. Und die schalten einfach eine Seite im Netz ab. So was kannte ich persönlich bisher nur in der Debatte um Verletzungen der Menschenrechte in anderen Teilen dieser Welt."

 

Der Gewerkschafter betonte, dass alle von Gewerkschaften unterstützten Aktivitäten in der Tradition des gewaltfreien Widerstand stehen.  Die mit friedlichen Mitteln den Rechtsexremismus entgegen stehen werden. Zu der Debatte in Dresden ergänzte Hron: "Das Zeichen der 'Weißen Rose' steht in Deutschland in der Tradition von den Geschwister Scholl für die mutigsten Menschen in der Zeit der Barbarei. Mit gewaltfreiem Widerstand haben die Scholls und ihre Mitstreiter sich den Nazis in den Weg gestellt. Wir ehren sie heute, damals wurde sie verfolgt. Die Weiße Rose steht in der Geschichte für aktiven Widerstand. Und für den Versuch: Moralische Werte und menschlichen Anstand unter allen Umständen zu wahren".   

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DGB begrüßt Orosz-Aufruf zum 13. Februar

Die Gewerkschaften rufen zur Beteiligung an der Menschenkette in der Dresdner Innenstadt auf

Der Deutsche Gewerkschaftsbund begrüßt die Initiative der Dresdner Oberbürgermeisterin Orosz zur Durchführung einer Menschenkette von Bürgerinnen und Bürgern am 13. Februar diesen Jahres. Dieses Zeichen gegen die Vereinnahmung der Trauer durch Rechtsextreme ist für die Entwicklung der Stadt sehr wichtig. Seit Jahren wird in der sächsischen Landeshauptstadt der größte Neonazi-Aufmarsch in Europa zelebriert. Diesem Treiben muss endlich ein Ende gesetzt werden.

 

DGB-Regionsvorsitzender Hron erklärte am Mittwoch in Dresden: „Wir Gewerkschaften arbeiten seit vielen Jahren daran, dass der braune Spuk in Sachsen und in Dresden aufhört. Zu einem würdigen Gedenken der Opfer des von Deutschland ausgehenden Krieges gehören die richtigen Schlussfolgerungen für die heutige Zeit. Deshalb muss jedem Versuch der Instrumentalisierung durch die NPD bürgerschaftliches Engagement für Demokratie entgegen gestellt werden. Dass wir nun endlich ein gemeinsames Vorgehen der Demokraten erreichen können, ist von entscheidender Bedeutung.“

 

Zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus der Region werden sich an der Menschenkette beteiligen. In Dresden gehen Nachfragen zur Beteiligung an den Aktionen aus dem gesamten Bundesgebiet ein. Die Arbeitnehmerorganisationen rufen ihre Mitglieder dazu auf, sich an der Menschenkette in der Dresdner Innenstadt zu beteiligen. Außerdem unterstützen die Gewerkschaften alle Aktivitäten, die sich der rechtsextremen Gefahr in demokratischer Tradition entgegenstellen.

Aufruf der Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden zum 13. Februar 2010 »

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Friedensgebete in Dresden am 13. Februar 2010

Aufruf zu  Friedensgebet für alle Menschen guten Willens in Sicht- und Hörweite des Neonaziaufmarsches am 13. Februar 2010 in Dresden.

 

Die leitenden Geistlichen Dr. Salomon Almekias-Siegl, Landesrabbiner von Sachsen, Jochen Bohl, Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Friedbert Fröhlich, Superintendent und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Freistaat Sachsen und Joachim Reinelt, Bischof des Bistums DEvangelische Kircheresden-Meißen, sowie mehr als dreißig TheologInnen, ProfessorInnen und PolitikerInnen aus Sachsen und dem Bundesgebiet rufen auf zum „Gebet für Frieden und Menschenwürde“ und „sicht- und hörbarem Widerstand gegen extrem rechte Aufmärsche“ . In dem Aufruf heißt es u.a.: Wir beten für Frieden und Menschenwürde, für gleiche Rechte aller Menschen ohne Ansehen der Religion, der Nationalität, der Hautfarbe, des Geschlechts und des Standes, für Stärkung gesellschaftlichen Engagements gegen Menschenfeindlichkeit und Gewalt. ... Wir halten öffentlich sicht- und hörbaren Widerstand gegen extrem rechte Dominanzbestrebungen und Aufmärsche für unverzichtbar, um deutlich zu machen, dass diese gesellschaftlich zu ächten sind.“  

Initiiert und organisiert wird das Friedensgebet, das am 13. Februar 2010 in Dresden auf den Straßen von Dresden stattfinden wird, vom zivilgesellschaftlichen Bündnis der AG „Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens“, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, der Amadeu Antonio Stiftung und dem Kulturbüro Sachsen e.V.. Die beteiligten Initiativen setzen sich seit Jahren kontinuierlich mit Rechtsextremismus auseinander und beteiligen sich seit langem an den Protesten gegen den alljährlich in Dresden anlässlich des Jahrestags der Bombardierung der Stadt stattfindenden Neonaziaufmarsch. Für weitere Informationen:

 www.eeb-sachsen.de

 www.kulturbuero-sachsen.de

 www.asf-ev.de

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Extremismusdebatte

DGB-Chef rügt Kristina Köhler

 

Von Sonja Bechtold, Speiegel online, 7.1.2010

 

Scharfe Kritik an der Familienministerin: DGB-Chef Sommer hält nicht von den Plänen Kristina Köhlers zum Kampf gegen den Extremismus. Beim Deutschen Gewerkschaftsbund kann sie sich in nächster Zeit nicht blicken lassen.  Berlin - Michael Sommer wollte bei seiner traditionellen Neujahrspressekonferenz vor allem über das Jahresprogramm des DGB sprechen. Aber in Rage geriet der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE dann bei einem anderen Thema - den Plänen von Familienministerin Kristina Köhler zur Extremismusbekämpfung.

 

Die CDU-Politikerin hatte angekündigt, nicht mehr nur hauptsächlich den Rechtsextremismus zu bekämpfen, sondern die Maßnahmen auch auf Linksextremisten und Islamisten ausweiten zu wollen. Köhler, die vor zwei Jahren noch die größte Gefahr in angeblich rassistisch motivierten Übergriffen von Ausländern gegen Deutsche sah, sind die Programme gegen Rechtsextremismus bestimmt in den falschen Händen."

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