DGB Region Dresden - Oberelbe
 



Alternative Anhörung des DGB am 29.9.2010 zum Staatshaushalt

Fair und gerecht geht anders

 

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat unser Gemeinwesen an den Rand des Abgrunds geführt. In wenigen Tagen wurden Milliarden für Bankenrettungen ausgegeben. Nun wollen die Regierungen in Bund und im Freistaat mit drastischen Kürzungen der Haushalte ein Teil der Kosten bei den Menschen zurückholen! Und nebenbei auch die Kosten für das Landesbankdesaster wegdrücken.

 

Die Gewerkschaften streiten für eine Alternative zu sinnfreien Kürzungsorgien zu Lasten der Steuerzahler. Am 29.9.2010 gibt es eine Alternative Anhörung zum Staatshaushalt und eine Protestveranstaltung vor dem Landtag in Dresden. Jeder kann selbst an den Protestveranstaltungen teilnehmen! Auch unserer Partner sind herzlich eingeladen, sich an den Veranstaltungen zu beteiligen. Denn: Fair und Gerecht geht anders!  Mitfahren und Anmelden:

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Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Keine Auslandseinsätze!

Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag 1. September 2010

 

Waffen schaffen keinen Frieden, keine Demokratie, keine Sicherheit und keine Gerechtigkeit.Die Menschen in Afghanistan erfahren das jeden Tag. Der dortige Krieg ist mit militärischen Mitteln nicht zu gewinnen. Lange geheim gehaltene Papiere belegen, wie schmutzig er ist und wie viele zivile Opfer er bereits gefordert hat. Die schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen.

Wir fordern deswegen mit allem Nachdruck, den Bundeswehreinsatz schnellstmöglich zu beenden und Afghanistan beim Aufbau einer Zivilgesellschaft zu unterstützen. Dazu gehört dringend die Unterstützung der afghanischen Frauen sowie der ländlichen Bevölkerung. Frauen und Kinder brauchen Schutz, die Landbevölkerung nachhaltige Alternativen zum immer noch viel zu gewinnträchtigen Mohnanbau.

Wir fordern Regierung und Parteien auf, den Umbau der Bundeswehr zur weltweit aktiven Interventionsarmee zu stoppen und an der Wehrpflicht festzuhalten. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass das Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ erhalten werden kann. Eine faktische Abschaffung der Wehrpflicht ohne breite gesellschaftliche Debatte lehnen wir entschieden ab.

Das Leiden von Millionen Menschen auf allen Kontinenten dauert an. Iran, Irak, Gazastreifen, Liberia, Sudan, Elfenbeinküste, Nigeria, Tadschikistan, Nordkaukasus, Nordkorea, Kolumbien, Mexiko sind nur einige der Brennpunkte. Konflikte, Krisen und Kriege werden nur vermieden, wenn die Verteilung von Wohlstand in und zwischen Staaten gerechter wird. Die Weltfinanz- und -wirtschaftskrise hat die Ungleichheit weiter verschärft. Eine ganze Generation ist um ihre Zukunft gebracht.

Die Weltwirtschaftskrise hat auch die Ernährungskrise weiter verschärft, weil mancherorts ausländische Direktinvestitionen geringer wurden oder ganz wegfielen oder wegen der geschrumpften Budgets der Entwicklungszusammenarbeit und des Handels.

Armuts-, Ernährungs- und Klimakrise sind ungelöst und werden immer mehr Kriege um Ressourcen und mithin mehr Elend nach sich ziehen. Nur Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit, der Kampf gegen Durst, Hunger und Ausbeutung sowie das Streiten für sozialen Fortschritt, gerechte Verteilung und Gewerkschaftsrechte können dauerhaften Frieden schaffen. Sie sind die Grundlagen für eine friedlichere Welt und eine gerechtere Wirtschaftsordnung. Sie ist ferner denn je.

Bei der Abrüstung hat es auch gute Nachrichten gegeben. Ein Erfolg ist das Abkommen zum Verbot von Streubomben, die zu besonders verheerenden zivilen Opfern führen. Es ist vor wenigen Wochen in Kraft getreten. Und wenn die Staatengemeinschaft das Projekt „Kernwaffenfreie Zone Nahost“ auf ihre Agenda gesetzt hat, ist das nur zu begrüßen – schließlich ist diese Region besonders konfliktreich. Somit bleibt unsere alte Forderung: Frieden schaffen ohne Waffen! Denn die Gefahr durch die Verbreitung von Atomwaffen ist nicht gebannt. Iran und Nordkorea setzen ungeachtet aller internationalen Appelle und Sanktionen ihre Aufrüstungsprogramme fort. Schließlich fordern wir die Bundesregierung auf, endlich den Abzug der verbliebenen Atomwaffen aus Deutschland herbeizuführen.

Nach den Erfahrungen von Krieg und Faschismus fordert der DGB mit allem Nachdruck ein Verbot der NPD. Denn die Nazis werden immer perfider, ihre Tarnung wird besser, die Gerichte verbieten ihre Veranstaltungen nicht. Alte und neue Nazis haben keinen Platz in unserem Land!

 

Veranstaltungen in Dresden zum Antikriegstag am 1.9.2010

18.00 Uhr Dreikönigskirche  Kundgebung

19.00 Uhr VVN-BdA , Haus der Begegnung, Großenhainer Str.

Radeberg hat Nazis satt

Die Bürger von Radeberg demonstrieren mit Antifa friedlich gegen Nazis  

AFrontbild Demo 28.8.m Samstag den 28.8. 2010 fand in Radeberg eine Demonstration der Bürgerinnen und Bürger mit der Antifa gegen rechtsradikale Umtriebe in ihrer Stadt statt. Zu dieser Aktion hatten verschiedene Antifagruppen mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt aufgerufen.  Unter ihnen der Oberbürgermeister Gerhard Lemm und zahlreiche weitere Vertreter von Parteien und Organisationen. Brisant war die Demonstration auch angesichts jüngst verschiedener gewalttätiger Angriffe von Nazis in  Sachsen. Auch einge Betriebsräte, u.a. vom Betriebsrätenetzwerk Canaletto, nahmen am Protest teil.

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Reform der Struktur des DGB beschlossen
 

DGB-Bundeskongress beschließt neue DGB-Satzung

 

Mit einer sehr deutlichen Mehrheit mit wenigen Gegenstimmen haben heute die Delegierten des 19. Ordentlichen DGB-Bundeskongresses in Berlin eine neue Satzun18.5. 2010 Estrel DGB Kongressg für den DGB beschlossen. Die neue Satzung tritt am 1. Juni 2010 an die Stelle der bisherigen Satzung, die seit 1971 in Kraft ist.

 

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer zeigte sich hoch zufrieden mit dem Ergebnis: „Heute haben die Delegierten des 19. Parlaments der Arbeit die Weichen für die Zukunft des Deutschen Gewerkschaftsbundes gestellt. Mit dieser neuen Satzung versetzen wir den Dachverband in die Lage, vorhandene und realistisch zu erwartende Ressourcen zu bündeln und effektiv einzusetzen. Nur so kann der DGB seinen Mitgliedern die größtmögliche Unterstützung bieten und im Ernstfall auch Solidarität organisieren. Auch im 61. Jahr des Bestehens hat unser Dachverband nichts an Vitalität eingebüßt.“

 

Die neue Satzung stärkt den DGB als den Bund der Gewerkschaften bei der Vertretung der gemeinsamen Interessen aller acht Mitgliedsgewerkschaften auf allen politischen Ebenen. 

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Netzwerk Canaletto

Betriebs- und Personalräte stark im Netz

Die DGB Region führt mit Partenern ein gemeinsames Netzwerk der Betriebs- und Personalräte durch. Dieses Projekt wurde auf den gemeinsamen Jahresklausuren der Gewerkschaften im DGB als gemeinsames Leitprojekt verabredet. 

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